Die Krise,
das heißt, viele Banken - darunter alle staatlichen in Deutschland - haben sich 2008 fast zu Tode gezockt, Kredite werden jetzt knapp. Der Konsum stagniert. Beginnend in den USA werden deutlich weniger Autos verkauft. Das spüren auch europäische und fernöstliche Hersteller. Die US-Produzenten sowieso, weil sie keine marktgerechten Fahrzeuge im Angebot haben. Im zweiten Halbjahr 2008 ist der Kfz-Markt um 20-30 Prozent eingebrochen. In der Folge fehlen den Zulieferern die Aufträge. Kurzarbeit und Entlassungen
– diese zunächst bei den Zeitarbeitnehmern.
Wie soll es weitergehen?
Robert Habeck stellte die Situation aus grüner Sicht dar. Die Konjunkturspritzen der Bundesregierung sind angeschoben. Ob sie ausreichend sein werden, bleibt abzuwarten. Viel zu lange hat man Geld als Tauschmittel betrachtet, ohne zu merken, dass es schon lange als Ware genutzt wurde. Die Summen, die dabei täglich gehandelt werden, sind in der Größenordnung des jährlichen Bruttoinlandproduktes von Deutschland. Hedgefonds, Zertifikate, Derivate usw. sind dabei Produkte, die sich den Bilanzüberprüfungen der Banken entziehen. Noch!
Hinter den Kulissen wird daran gearbeitet, weltweit neue Regelwerke zu erstellen. Sie existieren noch nicht, was wohl auch daran liegt, dass die Mächtigen im Hintergrund der maroden Banken immer noch sehr stark sind.
Bei der Stützung unserer Wirtschaft kommt es darauf an, nicht nur die kurzfristigen Maßnahmen der Konjunktur im Blick zu haben, sondern auch die strukturelle Entwicklung der Gesellschaft im Auge zu behalten. Diese Steuerung ist allerdings schwieriger als vermutet, weil Abgründe von Meinungen aufeinandertreffen: Konservativ Bewahrende treffen auf Verfechter freier Märkte und Propheten des reinen Sozialismus. Was ist richtig oder besser? Wer setzt sich durch? Deutschland ist eine föderale Republik, da reden viele Leute mit. Und blockieren sich manchmal gegenseitig! Die Verschuldung von Ländern und Gemeinden lässt mittlerweile praktisch keine eigenständige Reaktion auf die Krise zu. Man ist angewiesen auf den Bund. Die Verhandlungen über die Mittelverteilung wirken eher hemmend.
Energiepolitik ist eines der Themen, die unbefriedigend angepackt werden.
Dringender Umbau der Energieversorgung ist nötig. Weg von fossilen Energiequellen auch angesichts des Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine, der zum wiederholten Mal Westeuropa erreicht hat. Es gibt viele gute Ansätze: Einsparung, Windenergie,
Biomasse-Kraftwerke, Kraft-Wärme-Kopplung.
Größter Hemmschuh ist, dass alte Strukturen massiv verändert werden müssen. Und da sind sie wieder, die Bewahrer des Alten (und der Besitzstände).
Es gibt viel zu tun, wir sollten uns nicht einpacken lassen!
Was der Abend gebracht hat? Na die Erkenntnis, dass nichts so einfach ist, wie es aussieht.







